"Schlaraffe gibt Einblick in eine faszinierende Welt"

Quelle: Langebrücker Nachrichten Nr. 36

Es ist eine eigene Welt mit einer etwas seltsam anmutenden Sprache und für Außenstehende irgendwie schwer zu begreifen. Die Rede ist von Schlaraffia, eine am 10. Oktober 1859 in Prag gegründete weltweite deutschsprachige Vereinigung zur Pflege von Freundschaft, Kunst und Humor, der aber nur Männer angehören.

Weltweit gibt es gut 10.000 Schlaraffen, sogar in Südafrika. Faszinierend, wer sie einmal erlebt hat. Sie rezitieren zum Teil selbstgeschriebene Texte. Jede Vereinigung, bei den Schlaraffen Reych genannt, hat seine eigene Bezeichnung, in Meißen gibt es das Castellum Misena.

Hans-Werner Gebauer, Koordinator des Langebrücker Seniorentreffs der Volkssolidarität, ist es gelungen, einen Meißner Schlaraffen für die Reihe „Zu Gast im Seniorentreff“ zu gewinnen. Denn einer von ihnen ist nämlich René Wagner, der ehemalige Direktor des Radebeuler Karl-May-Museums, der in der Vereinigung den Namen Ritter Old Schätterhänd ohne Silberbüchse trägt. Zudem ist er der 1. Vorsitzende der Schlaraffia Misena.

Warum die Meißener einen Ehrenschlaraffen haben, wer das ist und warum dieser den Namen „Winnetou“ trägt, darüber und über noch viel mehr wird René Wagner in Langebrück berichten. Bestimmt gibt er auch eine Kostprobe der eigenen Sprache der Schlaraffen. Die sich mit „Lulu“ begrüßen.

Alle Interessierten können sich den 9. September vormerken. Zu Gast ist René Wagner beim Seniorentreff der Volkssolidarität. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr und findet wie gewohnt im Café des Bürgerhauses statt.

Ort: Hauptstraße 2, 01465 Dresden